Toyota Tundra - Infos, Preise, Alternativen (2024)

Gute Gründe

  • Außergewöhnliche Zugkraft (5,4 Tonnen Anhängelast).
  • Besondere Offroad-Eignung.
  • Durch überdurchschnittliches Platzangebot besonders als Baustellen- und Zugfahrzeug geeignet.
  • Auf deutschen Straßen selten zu sehen, daraus folgt ein hoher Seltenheitswert.

Daten

Motorisierung

Im Zuge der Entwicklung neuer Generationen erhielt der Toyota Tundra immer leistungsstärkere Motoren. Anfänglich verfügten die Modelle über einen V8-Motor mit Leistungen zwischen 193 PS bis hin zu 386 PS. Im Modelljahr 2022 wird der V-Motor durch einen V6-Motor ersetzt. Dabei handelt es sich um einen V6-Biturbo-Motor der den Vorgänger leistungsmäßig mit 394 PS schon in der Basisversion übertrifft. Auch ein zusätzlicher Elektromotor ist möglich. Der Hybridantrieb ist mit der in der Getriebeglocke untergebrachten E-Maschine ähnlich gelöst wie im Jeep Wrangler 4XE. Die Systemleistung beträgt 443 PS bei einem maximalen Drehmoment von 650 Nm. Beide Varianten verfügen über eine Wandlerautomatik mit zehn Gängen.

Abmessungen

Bei dem Toyota Tundra handelt es sich um ein wirklich großes Fahrzeug. Stolze 6,4 Meter Länge, 2,1 Meter Höhe und 1,9 Meter Breite bietet der Wagen. Der Radstand kann gewählt werden und liegt zwischen 3,3 Metern und 4,2 Metern. Je nach Kabinenvariante können Kunden sich zusätzlich für einen Zwei- oder Viertürer entscheiden. Als Leergewicht bringt der Tundra stolze 2.352 Kilogramm auf die Waage, überzeugt mit einer maximalen Zuladung von 880 Kilogramm und kann zusätzlich eine Anhängelast von 5.400 Kilogramm tragen. Für große Transporte ist er damit bestens geeignet.

Bauzeit 1999 - Heute
Länge, Breite, Höhe 6,4 m x 2,1 m x 1,9 m
Radstand 3,3 - 4,2 m
Kofferraumvolumen nicht benannt
Leergewicht 2.352 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 3.232 kg
Hubraum 3.445 cm³
Drehmoment 650 Nm – 790 Nm
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h 6,3 s
Tankvolumen 120 l
Verbrauch 10,6 l – 13,5 l
CO2-Emissionen 241 g/km

Varianten

In den ersten Baujahren unterschieden sich die Modelle im Wesentlichen durch die verschiedenen Motorleistungen. Kaufinteressenten können zwischen drei Karosserievarianten und drei verschiedenen Radständen wählen. Das Basismodell verfügte zunächst über ein kurzes Fahrerhaus mit zwei Türen, der Viertürer ist mit einer Doppelkabine oder mit einem nochmals verlängertem Fahrerhaus als Crewmax erhältlich. Das letzte V8-Modell kam 2007 auf den Markt. Seit dem sind die Verkaufszahlen in den USA jährlich stabil. Ab dem Modelljahr 2022 setzt Toyota auf V6-Motoren und Schraubenfedern. Mit einem zusätzlichen Elektromotor stellt das Hybrid-Modell die Top-Version des Toyota Tundra dar. Verfügbar sind die Modelllinien SR, SR5, Limited, Platinum und 1794. Die TRD-Pro-Variante ist nur mit dem Hybridantrieb verfügbar, besitzt außerdem ein Höherlegungsfahrwerk, einen Unterfahrschutz, Geländereifen, das Multi-Terrain-Select-System sowie die Offroad Fahrhilfe Crawl Control. Für die Standardversionen sind optional ein adaptives Dämpfersystem und höhenverstellbare Luftfederungen an der Hinterachse möglich.

Preis

Die 2022er-Modelle sind voraussichtlich ab Ende des Jahres bei den Händlern verfügbar. Für das Basismodell SR wurden auf dem amerikanischen Markt 35.950 Dollar als Neupreis angegeben. Das günstigste Hybrid-Modell mit Crew Cab und der kleinsten verfügbaren Ladefläche soll 52.300 Dollar kosten. Für die EU-Ausführung des Toyota Tundra Crew Max sollen 103.000 Euro aufgerufen werden.

Gebrauchtwagen sind in Deutschland relativ selten. Neuere Modelle mit Erstzulassungen ab 2018 und verhältnismäßig geringen Laufleistungen kosten je nach Modellvariante 50.000 Euro aufwärts. Modelle aus früheren Baujahren sind für etwa 30.000 Euro verfügbar. Leasing- und Finanzierungsangebote können von den entsprechenden Händlern eingeholt werden.

Design

Exterieur

Um den Stil der typischen US-Trucks nachzuahmen, erhielten alle Tundra Modelle eine mächtig aufragende Front, einen großen Chrom-Kühlergrill und verbreiterte Radhäuser. Ab 2022 betonen neue LED-Scheinwerfer mit verhältnismäßig kleiner Austrittsfläche die scharfen Linien des Front-Designs. Die Ladefläche besteht ab dem kommenden Modelljahr nicht mehr aus Stahlblech, sondern aus einem Faserverbundwerkstoff mit Alu-Querträgern. Damit wird die Ladepritsche leichter und widerstandsfähiger gegen Beschädigungen und Rost. Die Heckklappe erreicht durch den neuen Werkstoff eine Gewichtsreduktion um 20 Prozent. Die geschwärzten A- und B-Säulen wirken modern und betonen die großen, breiten Fenster. Optional kann ein Panorama-Schiebedach bestellt werden.

Interieur

Das Interieur beeindruckt mit seiner Übersichtlichkeit. Besonders das niedrige Armaturenbrett und die dicke metallfarbene Zierleiste lassen den Innenraum elegant wirken. Seitlich angeordnete Getränkehalter, eine kabellose Ladestation sowie viel Stauraum in der Mittelkonsole stellen die nötige Ordnung her. Die Beinfreiheit ist im gesamten Fahrzeug hervorragend. Das Basis-Infotainment-System beinhaltet ein 8-Zoll-Display. In höheren Modellen wurde ein 14-Zoll-Touchscreen verbaut. Einige Zeit lag Toyota in Bezug auf das Multimedia-System hinter der Konkurrenz. Mit dem neuen System werden die webbasierte Sprachsteuerung, die kabellose Smartphone-Einbindung über Apple Carplay oder Android Auto sowie ein WLAN-Hotspot für bis zu zehn Geräte möglich. Individuelle Einstellung für die einzelnen Nutzer können online gespeichert und bei einem Fahrerwechsel einfach abgerufen werden.

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Sicherheit

Zwei Front- und Seitenairbags für die Vordersitze sowie Vorhangairbags mit Überrollsensor für alle Sitzreihen gewährleisten den grundlegenden Sicherheitsstandard im Fahrzeug. Serienmäßig ist außerdem die Stabilitätskontrolle (VCS), eine Schlupfregelung (TRAC), ein Antiblockiersystem (ABS) und eine elektronische Bremskraftverteilung (EBD) enthalten. Das Toyota Safety Sense 2.5 ist ein Paket aktiver Sicherheits- und Fahrassistenzsysteme. Dazu gehören die automatische Notbremsung mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, der Abbiegeassistent und auch das automatische Fernlicht. Der adaptive Geschwindigkeitsregler ermöglicht eine sanfte und ruhige Fahrt auf der Autobahn, für welche die Tundra Modelle seit jeher bekannt sind. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Funktionen, die zur Sicherheit und Fahrassistenz beitragen, in jeder Ausstattungsvariante zu finden sind. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen Herstellern, bei welchen höhere Ausstattungsvarianten bestellt werden müssen, um aktive Sicherheitspakete zu erhalten.

Alternativen

Seit Ende der 1960er-Jahre stellt Toyota die Hilux-Modelle im Segment der leichten Pickups her. Diese waren zunächst Arbeitsgeräte, wurden durch die komfortablere Ausstattung aber nach und nach zu Freizeitfahrzeugen. Auf der Suche nach einem handlicheren Pickup von Toyota, fällt der Hilux definitiv ins Auge. Das Auto besitzt einen Dieselmotor mit 150 PS beziehungsweise 177 PS je nach Ausstattungsvariante. Dieses Fahrzeug ist in Deutschland auch deutlich leichter zu bekommen.

In den USA ist besonders der Ford F-150 sehr beliebt. Die Verkaufszahlen dieses Autos übersteigen die des Toyota Tundra um das Zehnfache. Die F-Serie wird seit 1948 produziert und besitzt fast schon Kultcharakter. Vergleicht man die technischen Daten, gibt es nur bei der maximalen Nutzlast einen großen Unterschied. Im Toyota dürfen maximal 880 Kilogramm zugeladen werden, während im Ford F-150 knapp 1.500 Kilogramm möglich sind. Der Dodge RAM 1500 ist in der neuesten Generation eine mögliche Hybridalternative mit einem wuchtigen Design, viel Platz und starker Leistung.

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Author: Kieth Sipes

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